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Freitag, 03 August 2007 |
Bart van Kersavond - Es ist Ende Juli. In Marokko ist es heiß, sehr heiß; 45°C, um genau zu sein.
Auszuhalten ist es bei diesen Temperaturen nur innerhalb der Häuser oder in den engen und schattigen Gassen der Altstadt, der alten Medina.
Schon in den 60er Jahren haben hier bekannte Künstler wie Jimi Hendrix oder Brian Jones gelebt.
Die Medina hat allerdings schon besser Zeiten erlebt… Viele der alten Mauern sind bröckelig und rissig, zudem ist es überall staubig.
copyright bart van kersavond
Obwohl ich der einzige Ausländer auf der Strasse bin, errege ich keinerlei Aufmerksamkeit, denn die Einheimischen haben es eilig. Sie halten sich tagsüber nicht länger als unbedingt nötig auf der Strasse auf; wenn doch, versuchen sie – im Schatten der dunklen Gassen – so schnell es geht wieder in die Kühlung spendenden Häuser zu gelangen.
Auf den alten Mauern der Medina sieht man viele Zeichnungen und Graffiti, nicht anders als bei uns zu Hause. Auch die Inhalte/Motive sind dieselben. Eben solche, die die Kids (fast) überall auf der Welt bewegen: Fußball, Liebe, Musik,…
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Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre das ganze Viertel eher ärmlich. Aber dieser Eindruck täuscht; denn wenn man durch einige der Mauern ins Innere der Häuser gelangt, betritt man eine völlig andere Welt: opulent ausgestattet und verzierte Höfe, hier auch Riads genannt… der reine Luxus.
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Ein paar wohlhabende Ausländer – vor allen Dingen Europäer – haben dieses Viertel schon für sich entdeckt und investieren in Hotels und Ferienanlagen für Leute, die sich’s leisten können. Ferien mit dem Flair aus Tausendundeiner Nacht, sozusagen. Bisher ist ihrer Anzahl noch überschaubar. Sie lassen die Riads komplett renovieren und teilweise neu gestalten. Das alles geschieht, wie hierzulande üblich, überwiegend in Handarbeit.
Vor den Mauern dieser Luxus-Refugien jedoch sieht der marokkanische Alltag nicht ganz so edel aus: Bettler, Dreck, zerlumpte Kinder. Das dürfte sicher nicht jedem Upper-Class-Touristen gefallen – aber vielleicht behält das Viertel dadurch noch eine Weile sein ursprüngliches Flair und seinen rauen Charme. Vielleicht…
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