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Montag, 04 Dezember 2006 |
Europa, Dezember 1914. Seit dem Sommer versinkt der Kontinent in einem blutigen Krieg, einem Krieg, der brutaler und unmenschlicher ist als alle Kriege vor ihm. Im Westen liefern sich Deutsche auf der einen und Briten und Franzosen auf der anderen Seite eine sinnlose Materialschlacht nach der anderen. Geländegewinne beschränken sich auf wenige Meter. An vielen Frontabschnitten ist das Niemandsland zwischen den Schützengräben weniger als zehn Meter breit, und Tag für Tag kommen Tausende ums Leben. Kurz vor Weihnachten liegen sich die feindlichen Truppen bei klirrender Kälte hungrig, verlaust und demoralisiert gegenüber.
Am 24. Dezember taucht plötzlich die dänische Sopranistin Anna Sörensen bei den Deutschen auf. Von Kronprinz Wilhelm persönlich hat sie einen Passierschein erwirkt, um am Heiligen Abend gemeinsam mit ihrem Geliebten, dem berühmten Berliner Tenor Nikolaus Sprink, der als einfacher Soldat unter dem strammen Leutnant Horstmayer kämpft, an der Front ein Konzert geben zu können. Kurz nach dem Wiedersehen verlässt Sprink seinen Schützengraben und stimmt mitten im Niemandsland „Stille Nacht“ an. Die schottischen Einheiten antworten mit Dudelsackklängen, und auch der französische Lieutenant Audebert sorgt dafür, dass die Waffen seiner Männer schweigen. Nach der Parole „We not shoot, you not shoot“ rufen die drei Befehlshaber des Abschnitts einen partiellen Waffenstillstand aus. Im Niemandsland, dort wo sonst niemand auch nur eine Sekunde im Kugelhagel überleben würde, treffen sich französische, britische und deutsche Soldaten mit Weihnachtsbäumen, Champagner, Schokolade und Zigaretten. Sie feiern gemeinsam Weihnachten und spielen sogar Fußball. Ein Wunder mitten in der Hölle des Krieges. Doch der Morgen nach der Heiligen Nacht bringt ein grausames Erwachen…
„Merry Christmas“ ist mehr als ein bewegender Antikriegsfilm. Es handelt sich um die Verfilmung einer fiktiven Geschichte nach einer wahren Begebenheit. Zu Beginn des Krieges im Sommer 1914 hatten Politiker und Generäle ihren Völkern und Armeen einen kurzen Waffengang versprochen. „Weihnachten sind wir wieder zu Hause“ war denn auch das völkerverbindende Motto, dessen Verlogenheit spätestens Ende Dezember für alle offenkundig war. In Nordfrankreich und im belgischen Flandern kam es dann zum „Fest der Liebe“ tatsächlich zu den Verbrüderungen, die in der aufwändigen europäischen Koproduktion „Merry Christmas“ geschildert werden.
Der 43-jährige Franzose Christian Carion – für seinen Erstling „Eine Schwalbe macht den Sommer“ mit Michel Serrault wurde er 2002 für ein César nominiert – bannte die unglaublichen, aber tatsächlichen Ereignisse von damals mit internationaler Starbesetzung auf Zelluloid. Daniel Brühl verkörpert den im militaristischen Geist der Zeit erzogenen Leutnant Horstmayer, seinen französischen Antagonisten gibt Guillaume Canet, der dem deutschen Publikum vor allem aus Danny Boyles „The Beach“ bekannt sein dürfte, während der anglikanische Priester, der im Niemandsland die Weihnachtspredigt hält, von dem Schotten Gary Lewis („Gangs Of New York“) gespielt wird. Benno Führmann überzeugt in der Rolle des Berliner Star-Tenors Nikolaus Sprink, der zwischen den Fronten die Partie seines Lebens singt, und als dessen Geliebte Anna Sörensen glänzt „Troja“-Star Diane Kruger.
Christian Carion wuchs in Cambray in der Nähe der ehemaligen Schlachtfelder von Flandern auf. In der Nähe gibt es zahlreiche Soldatenfriedhöfe, und bis heute kommt es immer wieder zu Unfällen mit alter Munition. Auf den Stoff ist Carion durch das Buch „Batailles des Flandres et D’Artois“ von Yves Buffetaut gestoßen. Es folgten intensive Studien, die belegten, dass es bei dem später im Film dargestellten „kleinen Frieden im großen Krieg“ (Michael Jürgs) keineswegs um Einzelfälle handelte. Auswirkungen auf den Kriegsverlauf hatten die spontanen Verbrüderungen allerdings nicht. 92 Jahre nach den denkwürdigen Ereignissen kommt das für sechs Césars und einen Oscar nominierte Drama „Merry Christmas“ am 20. November 2006 als DVD mit exklusivem Bonusmaterial in den Handel.
Hier mehr Details zur DVD und Bestellmöglichkeit: ASIN: B000IFSERS, Merry Christmas, DVD
Die DVD-Facts auf einen Blick
Originaltitel Joyeux Noël
Label ufa home entertainment
Darsteller Diane Kruger – Anna Sörensen (Troja, Das Vermächtnis der Tempelritter), Benno Fürmann – Nikolaus Sprink (Der Krieger und die Kaiserin, Die Nibelungen), Guillaume Canet – Lieutenant Audebert (The Beach, Wer mich liebt, nimmt den Zug), Daniel Brühl – Leutnant Horstmayer (Die Fetten Jahre sind vorbei, Good Bye Lenin!), Gary Lewis – Palmer (Gangs Of New York, Billy Elliot)
Regie Christian Carion
Drehbuch Christian Carion
Prod.-Land Frankreich/Deutschland/Rumänien/Belgien/ Großbritannien
Prod.-Jahr 2005
Prod.-Firma Senator Film Produktion, Nord-Ouest Prod., The Bureau, ArtemisPr., SCOPE Invest, Sony Pictures, TF1 Films Pr.
Produzent Christophe Rossignon
Genre Drama
FSK freigegeben ab 12 Jahren
Laufzeit ca. 115 Minuten
Verkaufsstart 20. November 2006
Bestellnummer DVD 97018689
EAN-Code DVD 88697018689 6
Die DVD-Features auf einen Blick
Bildformat 2,35:1 (16:9 anamorph codiert)
Sprachen Deutsch
Mehrsprachige Originalfassung (Französisch, Englisch, Deutsch)
Tonformat Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch
Mehrsprachig (Französisch, Englisch, Deutsch)
Bonusmaterial Audiokommentar von Regisseur Christian Carion und Produzent Christophe Rossignon
Making Of Deutsch (ca. 24 Min.)
Kinotrailer Deutsch (ca. 2 Min.)
Interviews mit Cast Deutsch (ca. 7,5 Min.)
Deleted Scenes (Französisch teilweise Deutsch / ca. 15 Min.) mit Audiokommentar von Christian Carion und Cast & Crew (Texttafeln mit Filmographien)
Laufzeit Bonusmaterial ca. 52 Min.
DVD-Typ DVD 9
DVD-Box Amaray-like schwarz
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